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Auf Initiative der Katholischen Integrierten Gemeinde und ihrer „Akademie für die Theologie des Volkes Gottes“ sowie in Zusammenarbeit mit der Päpstlichen Lateran-Universität ist mit Beginn des Akademischen Jahres 2008/2009 an der Lateran-Universität der „Lehrstuhl für die Theologie des Volkes Gottes“ errichtet worden. Der Lehrstuhl hat das Ziel, die biblisch grundgelegte „Theologie des Volkes Gottes“ im Miteinander der theologischen Disziplinen darzustellen und weiterzuentwickeln. „Volk Gottes“ wird entsprechend der Lehre des II. Vatikanischen Konzils (v. a. Lumen Gentium) nicht als theologisches Spezialthema, sondern als Gegenüber Gottes in der Welt und somit als Entstehungs- und Bewährungsort von Theologie überhaupt verstanden. Dabei wird insbesondere das Verhältnis zwischen Altem und Neuem Bund, die jüdische Wurzel der Kirche und ihr ursprüngliches Lebensmodell „Gemeinde“ reflektiert. Der Lehrstuhl ist Teil des Päpstlichen Pastoralinstitutes „Redemptor Hominis“ der Lateran-Universität und hat eine interdisziplinäre Struktur. Für die am Lehrstuhl für die Theologie des Volkes Gottes stattfindenden Vorlesungen und Seminare werden gemäß den Normen der Lateran-Universität die entsprechenden Leistungspunkte (crediti) gewährt. Studenten anderer Universitäten, die an den Veranstaltungen des Lehrstuhls interessiert sind, können daran teilnehmen, wenn sie sich als Gasthörer an der Lateran-Universität einschreiben. Sie können auf diese Weise auch crediti für ihr Studium erwerben. Auch Seniorenstudenten und andere Interessierte sind willkommen und können sich als Gasthörer einschreiben.
Stimmen zum Projekt Joseph Kardinal Ratzinger schrieb am 3. Mai 2003 zur Errichtung der „Akademie für die Theologie des Volkes Gottes“, aus deren Arbeit der Lehrstuhl an der Lateran-Universität entstanden ist, ein Geleitwort, in dem er die Arbeit der Theologen der Katholischen Integrierten Gemeinde umschrieb. Dieser Vorgabe fühlt sich auch die Arbeit des neuen „Lehrstuhls für die Theologie des Volkes Gottes“ an der Päpstlichen Lateran-Universität verpflichtet:
"Ich begrüße es, dass die Theologen der Katholischen Integrierten Gemeinde in der Villa Cavalletti bei Rom theologische Kurse als Ergänzung und Bereicherung der Arbeit der theologischen Fakultäten und der sonstigen theologischen Bildungsstätten anbieten wollen... Zum einen soll Theologie betrieben werden im Kontext der gelebten Erfahrung von Kirche. Der Glaube wird nicht in der Retorte akademischer Methoden gemacht, sondern ist als lebendige Realität von der Kirche aller Orte und Zeiten her da. Die zweite Besonderheit besteht darin, dass die Mauer der Spezialisierungen aufgebrochen werden soll, die unsere Theologie fragmentiert, so dass sie oft kaum noch als Einheit und Ganzheit erkennbar wird. Ich hoffe und wünsche, dass die Arbeit, die sich die Akademie vorgenommen hat, ein Beitrag werden kann, der der Kirche in dieser Zeit der Anfechtung hilft." |
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